Sichere Passwörter

Die Auswahl des sicheren Passwortes für Ihren Computer ist heikle Angelegenheit.

Die Leute wählen sehr oft als die Passwörter die Angaben, die Sie sich leicht merken können, wie zum Beispiel das Geburtsdatum des Partners, der Name des geliebten Tieres oder der Name des Filmstars. Der Sicherheitsanalytiker der Gesellschaft McAfee Greg Day warnt, dass die Hacker sehr oft so genanten „Wörterbuch-Angriff“ benutzen.

„Das bedeutet, dass die Hacker sehr schnell alle Wörter im Wörterbuch einschließlich der Namen der Zelebritäten und Sportstars versuchen können“ sagt Greg Day. Wie er erinnert, viele Leute benutzen die Techniken, die sie als klug betrachten, die aber unwirksam sind, zum Beispiel wenn manche Buchstaben mit den Nummern vertauscht sind. Am meisten ist er aber beunruhigt, wie sich die Internetgemeinschaften wie MySpace oder Bebo verbreiten, wo sich die Leute treffen und chatten. „Leute sind so naiv. Man kann ohne große Mühe viele Informationen, wie zum Beispiel der beliebte Filmstar, erfahren. Wenn ich das Passwort erfahren wollte, würde ich nur ein Paar Minuten chatten brauchen“ sagt Day für die Internetseite der Gesellschaft BBC.

Das ideale Passwort sollte man nur auf einer Internetseite benutzen, wobei das Passwort sollte sowohl große und kleine Buchstaben als auch die Symbole und Nummern beinhalten, wie zum Beispiel EAJst9s74*$D!2. Solches Passwort ist aber sehr schwer zu merken. Und wenn wir bedenken, dass ein durchschnittlicher Mensch sich etwa 20 Passwörter merken sollte und diese Anzahl steigt um 20 Prozent pro Jahr, ist es klar, dass es nicht möglich ist. Deswegen brauchen wir ein sicherer Platz, der immer erreichbar ist, wo wir alle Passwörter lagern können. Eine Möglichkeit ist diese Passwörter online „abschließen“. Internet bietet solche Möglichkeiten, wie zum Beispiel BoxKnox Service, welches speziell für die Verwahrung von Passwörter entworfen wurde. Dieses Service bietet kostenlos ein kodierter „Internettresor“. Vergessliche Leute müssen keine persönlichen Informationen eingeben, es ist notwendig sich nur Benutzername und Passwort zu merken.

Aber auch komplizierte Passwörter, die sich in so einem Tresor befinden, müssen nicht im Sichern sein. Keylogging – die Technik, mit Hilfe welcher die Hacker alles was man am Computer schreibt beobachten, ist fast so alt wie die Tastatur selbst. Wenn man sich schützen will, muss sich dessen bewusst sein, wie die Hacker der Zugang zu den Konten erwerben. „Zur Zeit ist es für jeder sehr einfach, Keylogger zu herunterladen und zu benutzen. Man muss es nur durch die Suchmaschine (z.B. Google) aussuchen. Da kann man kostenlos viele Programme finden, die für solchen Zweck geeignet sind.“ warnt Day. Viele Keylogger und Spyware-Programmen machen „Screenshots“ der besuchten Seiten - d.h. Fotos von was man gerade auf dem Bildschirm hat. Diese Programmen können auch die Dateien mit den im Ihren Computer gespeicherte Passwörter kopieren. Diese sind nämlich auf der Festplatte als Cookies gespeichert.

Der beste Schutz ist ein korrekt eingestelltes und aktualisiertes Antiviren-Programm, welches kann Spyware bei dem Versuch finden, die persönliche Daten durch Internet auszuschicken. Manche Leute benutzen auch USB-Anlagen für die automatische Anmeldung auf verschiedene Internetkonten. Auch die Industrie der Computersicherheit hat angefangen, die präventive Wege für den Schutz vor Spyware zu finden. „ Die Industrie der Internetsicherheit versucht zur Zeit ein proaktiver Vorgang. Wir werden nicht mehr auf die Aktualisierung des Antiviren-Programmes warten müssen, um herauszufinden, dass etwas nicht in Ordnung ist.“ erklärt Yuval Ben-Itzhak, der Haupttechniker der Gesellschaft.

Quelle: McAfee, TS PCR